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Maßstäbe verschoben 

Wenn man sich die zahlreichen Motorraddemos in den letzten Tagen (04./05.07.20) ansieht, die gegen ein Sonntagsfahrverbot in gewissen Regionen und Eifeldörfern, etc.  zu Recht (!) demonstrieren, dann wird man wohl sagen müssen, hier haben die verantwortlichen Politiker/innen mal wieder das gut geschüttelte Maß verloren.

Sogar Landesregierungen - darunter auch RLP - unterstützen die Forderung einiger Bürger/innen, die sich an zwei Tagen am Wochenende in ihrer Ruhe derart „lärmgestört“ fühlen, so dass sie gegen eine motorisierte Minderheit (!) Fahrverbote ausgesprochen wissen wollen. - Und erstaunlicher Weise haben die Politiker/innen dafür ein schnelles und großes Ohr.

Welch ein Wahnsinn! Wenn man gegen den Lärm von (einigen!) Motorrädern etwas tun möchte, dann sollte man die TÜV-Bedingungen verschärfen und auch durch Lärmmessungen und Kontrollen streng einhalten, so dass röhrende Motorräder (besonders diejenigen einer gewissen US-amerikanischen Modemotorradmarke) von vorneherein verunmöglicht werden. Das kann man ohne großen Aufwand sofort machen, denn diese Maßnahme wirkt sofort und nachhaltig. Punkt!

Dagegen könnte man allerdings meinen, die verantwortlichen Politiker/innen und ländlichen Pilzsucher/innen, die zum Wochenende verschärfte Ruhe an zwei Tagen für ihre Dörfer fordern, wären noch nie an innerstädtischen Orten gewesen, die nicht nur an zwei Tagen (!) in Woche (!) Lärmdurchschüttelt sind, sondern seit mindestens 20 Jahren an 7 Tagen in der Woche (= 7300 Tagen) „gesundheitsgefährdend“ (vgl. Urteil OLG-Koblenz, 2003) wohnen müssen (sic!) , wie z.B. in der Avelsbacher Straße in Trier-Kürenz.

Hier fahren bis zu 29.000 Autos, LKW, Busse und einige, wenige Motorräder (!) täglich (sic!) durch die eng bebaute Straße mit sog. Tunneleffekt, der besonders lärmsteigend wirkt! – Hätte sich hier je schon einmal eine „Politiker/in“ oder eine Pilzesammler/in über fehlende Ruhe im Wald bzw. in der Stadt beklagt? -

Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass aufgrund dieser tatsächlich vorhandenen, allgemein bekannten und skandalösen Verkehrsproblematik in der Avelsbacher Straße in Trier-Kürenz jemals eine Pilzesammler/in oder eine Politiker/in auf allen Ebenen, bis hin zur Landesregierung (!), ein „Fahrverbot“ (sic!) gefordert oder ausgesprochen oder auch nur angedacht hätte!? – Also frage ich mich: Warum eigentlich nicht?    

Warum wird in der Avelsbacher Straße nicht einmal Tempo 30 eingeführt, wenn auf der anderen Seite für Anwohner in Eifeldörfern, die sich zeitlich gegrenzt im Sommer an ganzen zwei Tagen in der Woche unzumutbarem Motorradlärm ausgesetzt fühlen? – Hier stimmen die Verhältnisse ganz und gar nicht.

Statt ein landesweites „Fahrverbot“ für Motoräder einführen zu wollen, sollte die Verkehrsordnung des Landes einmal überarbeitet werden, die zur Zeit – nach Angabe der Stadtverwaltung der Stadt Trier (März, 2020) – eine Reduzierung auf Tempo 30 auf „Landstraßen“ generell untersagt, wenn es sich um eine vielbefahrene (!) Durchgangsstraße (!) in der Stadt handelt. – Welch eine schräge „Plizesammler/innen-Logik“?

Klares und vernünftiges Denken sieht in der Tat anders aus und damit auch eine den Bedürfnissen der Betroffenen Bürger/innen in Land und Stadt angemessene Verkehrspolitik!

Wie lächerlich die Landespolitik in dieser Sache ist, zeigt zum Schluss der folgende Vergleich:
Während zur Lärmreduzierung auf dem Lande "Motorradfahrverbote" locker-flockig erwogen werden und umgesetzt werden sollen, SCHREIT die gleiche Landesregierung in RLP - sowie zahlreiche Kommunalpolitker/innen vor Ort - LAUT AUF, wenn es darum geht, "Dieselfahrverbote", die die "Deutsche Verkehrshilfe e.V." gerichtlich erstritten hat, um sowohl Lärm- als auch Abgaswerte in den Innenstadten zu reduzieren, ordnungsgemäß umzusetzen. - Das geht gar nicht! - Ja, warum denn nicht?

Hier geht die Schere durch den Kopf so macher Pilzesammler/in! - Dröhnt euch mal die Köppe zu und macht gescheite Politik!
(06.07.20)    

PS.Mein eigenes Motorrad (Suzuki Intruder VL 1500) wurde von den Mitarbeitern des TÜF in der Kürenzerstraße in Trier ausdrücklich als außerordentlich "leises Gefährt" gelobt! 



"School's out forever ..." - Alice Cooper's Hit von 1972 wird heute 2020 um 13.00 Uhr wirkliche Wirklichkeit! Die größte Herausforderung an diesem Tag wird wohl ein Kasten Bier sein.  -
Keine Träne! - Pilo!
(03.07.20)

Das Paradoxon
Herrlich! Die Straße ist verstopft und es herrscht Ruhe. - Wer hätte das gedacht: Zuviel Verkehr ist kein Verkehr.
Corona ist vorbei: Nicht gilt mehr: Bleibt Zuhaus! Nein!
Setzt euch in die Karre und fahrt los. Wir verstopfen jetzt die Avelsbacher Straße!
Ja, Danke schön!
(23.06.20)

Trier, den 22.06.20

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider hat sich der Baudezernent der Stadt Trier, Herr Ludwig, auf meine Anfrage vom 16.06.20, die ich im offiziellen Antragsformular der Stadt an ihn gestellt hatte, noch nicht zurückgemeldet. Daher gehe ich den umgekehrten Weg zuerst über die Fraktionen und die Presse.

Ich habe als Anwohner der Avelsbacher Straße 16 Fragen zur Verkehrsituation in der Avelsbacher Straße formuliert, die in einem Antrag an die Stadt Trier münden: 1. Als Sofortmaßnahme Tempo 30 in der Avelsbacher Straße einzuführen. 2. Eine punktuelle Schadstoffmessung vor Ort über einen längeren Querschnittszeitraum durchzuführen, um Verkehrskonsquenzen rechtlich zu ermöglichen.

Zur Begründung in aller Kürze:

Wie der TV berichtete (TV 25.0520) hat der Stadtrat in Schweich beschlossen die dortige Landesstaße 141 mit Tempo 30 zu belegen, aus Lärmschutzgründen, die gesundlichen Vorrang vor dem Anliegen eines zügigen Verkehrsflusses durch die Hauptdurchgangsstraße hätten. Ein gleiches Anliegen wurde und wird bisher von der Stadt Trier für die Avelsbacher Straße abgelehnt. Der Grund: Sie sei eine Hauptverkehrsachse und unterliege als Landstaße 144 nicht der Einflußnahme der Stadt Trier, der diesbezüglich die Hände gebunden seien. Das erstaunt doch sehr. Zumal jetzt selbst die Landeshauptstadt Mainz eine komplette Querachse durch die Innstadt mit Tempo 30 belegt, obowhl dies auch eine Hauptverkehrsachse ist. Der Grund hier: Man will in Mainz ein "Dieselfahrverbot" verhindern.

Sollte die Stadt Trier sich jedoch weitehin so unkooperativ in Bezug auch Problemlösungen in der Avelsbacher Straße verhalten und wie die Fraktionen im Stadtrat seit 20 Jahren "nicht in die Pötte kommen", was zielführende Beschlüsse zur Verkehrsentlastung in der Avelsbacher Straße betrifft, dann werden wir Anwohner/innen nicht nur Tempo 30 in der Avelsbacher Straße fordern, sonden nach dem Vorbild der "Deutschen Umwelthilfe" weitreichende "Dieselfahrverbote" fordern. Um hierzu eine rechtliche Grundlage vorzubereiten, soll die Stadt Auskunft über die folgenden Fragen geben, wozu sie laut "Auskunftsgesetzt" auch verpflichtet ist. -

Gerne stehen wir allen poltischen Verantwortungsträger/innen für Fragen zur Verfügung und erwarten von den Fraktionen im Stadtrat endlich tätig zu werden, statt sich klammheimlich wegzuducken, wie bisher, was konkete Schritte in Richtung einer "lebenswerten" Problemlösung für die Avelsbacher Straße (und zahlreicher anderer Straßen in Trier) anbelangt. - Die Zeit läuft seit mehr als 20 Jahren und zahlreiche politische Verantworliche haben sich bis zur Lächerlichkeit unglaubwürdig gemacht. - Ich hoffe nach wie vor auf vernünftige und einsichtige Lösungen vor Ort.

Ich bitt Sie hiermit, endlich tätig zu werden.

 
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johannes Verbeek
 

(Von 2009 bis 2012 Mitglied des Rates der Stadt Trier (Linksfraktion) sowie des Ortsbeirates Kürenz bis 2014 parteilos)

Zum Text des Antrages: [weiter]
(22.06.2020)

Verteiler:Fraktionen im Stadtrat, Ortsbeirat Kürenz, Rathauszeitung Trier, Trierischer Volksfreund

 

 

 

Eine fette Ohrfeige für die Trierer Verkehrspolitik

Kommentar zu dem Artikel „Schweicher Stadtrat stimmt für Tempo 30“ im Trierischen Volksfreund vom 25.05.20

Die Berichterstattung von Christoph Strouvelle ist sehr aufschlussreich. Es werden von ihm Informationen transportiert, die für die Trierer Verkehrspolitik nicht anders als „als fette Ohrfeige“ verstanden werden müssen. Und zwar insgesamt: Das heißt konkret, sowohl für den gesamten Stadtvorstand der Stadt Trier als auch für die einzelnen Fraktionen im Trierer Stadtrat.

Denn das besondere an dem Schweicher Stadtratsbeschluss ist, dass sich die beabsichtigte Einführung von Tempo 30 quer durch die Innenstadt von Schweich auf eine Landstraße bezieht, nämlich die L 141.

Demgegenüber wurde uns, d.h. den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Lebenswertes Kürenz“ als auch den Anwohner/innen der Avelsbacher Straße in Kürenz – und nicht zuletzt wurde auch mir, Johannes Verbeek, zu Zeiten als ich 2009-2012 als Vorsitzender der Stadtratsfraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Trier selbst tätig war – immer wieder von den zuständigen Stellen im Baudezernat versichert, dass eine Einführung von Tempo 30 auf Landstraßen nicht zulässig sei! Die Stadt Trier hätte hier überhaupt keinen Spielraum, weil Landesgesetzte eine Unterschreitung von Tempo 50 auf Landesstraßen verbieten würden.

Es ist nämlich nicht das erste Mal in Trier, dass sowohl Initiativen als auch Anwohner/innen der Avelsbacher Straße eine Temporeduzierung auf dem Streckenabschnitt „Kreuzung Domänenstraße“ bis unter die „Bahnunterführung in der Avelsbacher Straße“ und weiter bis zur „Kreuzung am Wasserweg“ (Blumen Lambert) fordern!

Erste Anträge gehen bis auf das Jahr 2004 zurück die neuerlich letzten bis auf wenige Monate zuvor in diesem Jahr (vgl. auch den Leserbrief von Prof. V. Verbeek weiter unten!). Jeder Antrag und jedes Engagement wurde aber von den Zuständigen Stellen im Trier Verwaltungsapparat schriftlich abgelehnt, ohne auch nur die einzelnen Argumente gedanklich zu würdigen, die jetzt von den Stadträten in Schweich angeführt werden und lobenswerter Weise auch in dem Artikel des TV einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden.

Dabei ist es ganz einfach – allerdings nur für verständige Menschen, ohne politisch-ideologische Verblendung!

Das Hauptargument, das von der Schweicher CDU angeführt wurde, um in der dortigen „Brücken- und Richterstraße“ eine Temporeduzierung auf 30 Km/h zu beantragen, lautet schlicht:
Ein neues Lärmgutachten habe in Schweich ergeben, dass dort „eine solch hohe Belastung durch Verkehrslärm besteht, dass dieser per Definitionem als gesundheitsgefährdend gilt, heißt es in dem Antrag“ (TV, 25.05.20, S.11), wie der jetzt TV schreibt.

Dagegen hatte eine Normenkontrollklage der Bürgerinitiative „Lebenswertes Kürenz“ gegen die Stadt Trier 2004 vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz dazu geführt, dass das Oberverwaltungsgericht schon 2004 in einem schriftlich genau gleichen Wortlaut bezüglich der Lärmbelästigung in der Avelsbacher Straße in Trier-Kürenz von einer starken „Gesundheitsgefährdung“ sprach! Die Lärmsituation sei ohne Frage „gesundheitsgefährdend“! (vgl. OG-Koblenz 2004).
Ich erlaube mir an dieser Stelle keinen näheren Zitationsbeleg, weil dieser nicht nur in der Trierer Öffentlichkeit durch TV-Berichterstattungen allgemein bekannt ist, sondern auch bis in die zahlreichen Stadtratsvorlagen der Stadt Trier und darüber hinaus!

Leider wurden diese zahlreichen Anträge jedoch durch recht verschiedene Scheinargumente der Stadtratsfraktionen in Trier bis heute mehrheitlich zerredet und politisch unterlaufen. Die Ideologien, die diesen wechselseitigen Ablehnungen einer doch ziemlich naheliegenden Lösung für die Verkehrslärmbelastung in der Avelsbacher Straße zugrunde liegen, springen einem allgemein verständigen und vorurteilslosen Betrachter nur so ins Gesicht:  

So hat es die SPD-Fraktion im Trierer Stadtrat – aus Frust vor einer Abfuhr des Kürenzer Ortsbeirates, keine „kleine Lösung“ für eine Ortsumgehung akzeptieren zu wollen, im Folgenden immer wieder abgelehnt, weitere Lösungen auch nur verfolgen zu wollen.

Die CDU hat lediglich Lippenbekenntnisse im Stadtrat abgelegt. Wenn es aber darauf ankam, finanzielle Vorhaltungen in die Haushaltspläne der Stadt Trier für eine mögliche Verkehrsentlastung des Stadtteils Kürenz einzuschreiben, dann wurden diese zuerst in einen Nachtragshaushalt verschoben und anschließend wieder aufgehoben, so dass schlussendlich (bis heute!) nie Gelder bewilligt oder angespart wurden, wodurch die Stadt auf Dauer freilich handlungsunfähig bleibt.

Ähnlich sieht es mit dem Verhalten der UBM (später FWG und jetzt UTB) im Stadtrat aus: Vollmundige Lippenbekenntnisse und unzählige Scheingefechte im Stadtrat mit den (vermeintlich) gegnerischen Fraktionen – und mehr nicht!

Die Grünen waren diesbezüglich „nie für voll zu nehmen“! Zwar enthielten sie sich meistens, wenn es darum ging, die neuen Stadtteilgebiete oberhalb von Altkürenz zu Wohngebieten mit erheblich größerem Verkehrsaufkommen für den Stadtteil Kürenz auszubauen (- wohlwissend aber, dass ihr Einspruch nichts an den Mehrheitsverhältnissen ändern würde, weil er überstimmt werden würde), dennoch war mit jeder Enthaltung die Luft bei den Grünen, was weitere Lärmreduzierungsmaßnahmen in Kürenz betraf, ganz raus. (Bis heute antworten die Grünen auf Bürgeranschreiben nur, sie hätten die zahlreichen Schreiben an die „entsprechenden Stellen in der Stadt“ weitergeleitet. Danke! – Eine eigene Initiative für die Belange der betroffenen Bürger/innen hat es bei den aber Grünen nie gegeben. („Seilbahnen“ wurden als große verkehrspolitische Entwürfe vorgeschlagen und ergebnislos wieder abgewickelt – ohne einen Mucks!)

Von der FDP war und ist in Sachen Lärmreduzierung in Kürenz nichts zu erwarten. Selber schuld ist, wer in der Avelsbacher Straße wohnt, so lautet/lautete ihre Politik für Kürenz. Dass dieses Wohnen aber noch kurz nach dem Weltkrieg am abseitigen Randgebiet der Stadt Trier im ländlicher Idylle lag, wissen die FDP-Stadträte schon gar nicht mehr. Der Schluss, dass das Verkehrsaufkommen nicht naturgegeben, sondern durch getätigte – oder unterlassene (!) – politische Entscheidungen im Rat der Stadt Trier herbeigeführt wurde, ist für FDP’ler (und andere Fraktionen) nicht mehr nachvollziehbar: Und darum schon gar nicht mehr der Schluss, dass auch sie – wie alle anderen Parteien im Trierer Stadtrat – die volle (sic!) Verantwortung für die „gesundheitsgefährdende“ Verkehrssituation in der Avelsbacher Straße tragen (- und nicht die Anwohner/innen!), so das OLG-Koblenz. – Allerdings wird auch dieser, letzte zynische Schluss quer durch die politischen Fraktionen nicht selten gezogen!

Die revolutionärste Fraktion der Linken im Trierer Stadtrat ist mittlerweile dermaßen geschmeidig geworden, wenn es über die Proklamierung allgemeiner Verkehrsforderungen (Stärkung des ÖPNV) hinausgeht, dass man sich als lärmgeschädigter Anwohner geradezu verwundert, ob die Fraktionsmitglieder/innen überhaupt fähig sind, die konkreten ( und nicht ideologischen) Bedürfnisse der Bürger/innen vor Ort zu verstehen? Anträge zur Lärmreduzierung von den Linken kenne nicht! Daher gilt schlussendlich auch hier: Viel Lärm um nichts!)  

Von den anderen Parteien, die es zeitweise oder gegenwärtig auch im Stadtrat gibt, will ich an dieser Stelle ganz schweigen! Demgegenüber gilt:
Wie wohltuend ist es daher für „lärmerprobte Ohren“ in der Avelsbacher Straße von den Entscheidungen des Schweicher Stadtrates zu hören, der von neuen Argumenten spricht, die man nun in Schweich habe, um eine Temporeduzierung politisch durchsetzen zu können!

„Es dürfe nicht sein, dass die Leichtigkeit des Verkehrs[-flusses] der körperlichen Unversehrtheit als Rechtsgut von Verfassungsrang [!] vorgezogen werde“, so der Tenor des CDU-Fraktionssprechers im Schweicher Stadtrat Jonas Klar. – Wo hat man solche Töne in Trier jemals gehört! Zudem:   

Es bedürfe der unmittelbaren Einführung von Tempo 30 auf dem Streckenabschnitt in der Schweicher Innenstadt, verbunden mit einer erläuternden Beschilderung mit den „Hinweis ‚Lärmschutz‘“ (TV, ebd.). – Gut so!

Die Einsicht, „wir müssen alles tun, um die Belastung zu minimieren“ (TV, ebd.), ist in den Köpfen der Schweicher Ratsmitglieder schon angekommen – ganz im Gegenteil zu denen in Trier, wo die verschiedenen politischen Ideologien zu gegenseitiger Blockierung einer für die Ahnwohner/innen in Kürenz vernünftigen und lebenswerten Lärmreduzierungsbeschlussfassung bisher vorbeiführte. – Leider! Und politisch ein Offenbarungseid!

Und noch eine abschließende Einsicht, die dankenswerter Weise in dem Artikel von Schweich nach Trier transportiert wird:
„Lärm sei ein guter Grund, die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu verringern, sagte Achim Schmitt von der SPD“ (TV, ebda.) in Schweich. – Wer hätte das je in Trier gedacht?

Nun muss man sich als seit über zwanzig Jahren Betroffener lärmgeschädigter Anwohner in der Avelsbacher Straße in Altkürenz fragen, warum die durchaus vorhandene „Vernunft“ nicht schon im Trierer Stadtrat zu solchen Einsichten aufgeblüht ist, denn auch von den Schweicher Beschlüssen wird man wohl sagen können, sie kommen reichlich spät – aber nicht zu spät. Immer hin kommen sie so, dass man sich gegenüber den Trierer Verkehrsschlappen als Sieger nach Punkten fühlen darf. – Das darf gelobt werden.

DR. Johannes Verbeek
(Anwohner in der Avelsbacher Straße, Klageführer der Bürgerinitiative Lebenswertes Kürenz gegen die Stadt Trier 2004 sowie Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Trierer Stadtrat 2009 bis 2012 und Mitglied des Ortsbeirates Kürenz bis 2014)     

Ps.Hatte ich vergessen zu erwähnen, dass eine Variante der Verkehrserschließeung des neuen Walzwerkes in Altkürenz eine Erhöhung des Vekehrs in Teilen der Avelsbacher Straße von bis zu 700 Fahrzeugen zusätzlich vorsteht? - Unfassbar!                   

Leserbrief im Trierischen Volksfreund vom 26.03.2020 Zum Thema Verkehr:

Warum nicht Tempo 30 einführen?


Zum Bericht „freie Stadt für Radler – zumindest für einen Tag (TV vom 9. März) 

Wer durch Brüssel fährt, kann dies bis in die Vororte nur lärmreduziert mit Tempo 30 tun. Wer in Zürich einen Parkplatz sucht, der wird nicht fündig und steigt direkt auf den ÖPNV um.
Vor diesem Hintergrund habe ich mir seit dem Votum für ein klimafreundliches Trier verkehrspolitisch mehr erwartet als begrünte Bushaltestellten, Planungen für ein paar autofreie Wohngebiete oder viel Aufwand um einen einzigen Autofreien Tag in der Innenstand! Vor allem war ich sicher, dass es Parteien links von der Mitte gelingen könnte, nicht nur Klientel zu bedienen, sondern stattdessen sozial ausgleichend wirken zu wollen. Warum nicht auch in Trier mutiger sein, in der Verkehrspolitik die ganze Stadt und dabei besonders (verkehrspolitisch) benachteiligtes Wohnen im Auge haben?
Zu diesem Zweck hatte ich am Beispiel der Avelsbacher Straße, an der ich selbst (seit über zwanzig Jahren) wohne, einen wiederholten Vorschlag für eine erste (!) unkompliziert umsetzbare Lärm- und Verkehrsreduktion für ein klimafreundliches Trier gemacht.
Straßen, durch die jeden Tag Zehntausende Fahrzeuge fahren und die zusätzlich durch eine Bebauung bis zur Bordsteinkante einen ungeahnten lärmsteigenden „Tunneleffekt“ erzeugen, wo Schallschutzfenster nicht ausreichen (!), weil jeder durchfahrende LKW zusätzlich die Hausmauern erschüttert, wo Nachtruhe nur zwischen 0 und 4 Uhr möglich wird, wo Wohnraum also im Grunde „enteignet“ ist – diese Straßen sollten in einer ersten verkehrspolitischen Maßnahme nur noch mit Tempo 30 befahren werden, um attraktiv bewohnbar zu bleiben. Viele andere Effekte einer Temporeduktion sind zudem weitläufig bekannt.

Die Antworten seitens der Stadtverwaltung füllen im klimafreundlichen Trier Seiten, die so bereits vor 20 Jahren unter einem konservativen Stadtvorstand formuliert worden waren. Die Reaktionen der vermeintlich progressiven Parteien waren schmallippig oder blieben aus.
Egal welche Maßnahmen einer (vermeintlich) klimafreundlichen Stadt in Zukunft noch verabschiedet werden: Statt eindimensionalen Denkens und überkreativen Aktionismus wünsche ich mir den zusätzlichen Einbezug von Überlegungen zur sozialen Gerechtigkeit und natürlich die nötige Portion Gemeinsinn.

Prof. Dr. Veronika Verbeek 

(25.05.20)


Virtuelle Einladung zum Hauskonzert

In Zeiten von Corona werden sog. "Hauskonzerte" wieder aktuell und von Star und Sternchen im Internet unter dem Motto: Paßt auf euch auf! - wir unterhalten euch auch weiterhin - solange bis ihr dafür wieder bezahlt werdet.

Vor diesem Hintergrund lädt die Avelsvacher Straße zu einem "Hauskonzert" der beonderen Art ein. Ein Konzert, das schon seit dem 09.01.2012 auf YouTube im Internet rund um die Uhr zu sehen und zu hören ist. 

Unter dem Stichwort: "Avelbacher Straße" kann dort ein Video abgerufen werden, das an besagtem 09.01.2012 um 16.00 Uhr auf genommen wurde und eine vierteststunde "vorzügliche Hausmusik" (für alle Anwohner/innen 24 Std. täglich) zum fröhlichen Erklingen bringt. - Im wahrsten Sinne des Wortes "Straßenmusik" sozusagen.

Ein absolut sehens- und hörenswürdiges Live-Home-Event!

Unbedingt sollte zudem der ehemalige Begleitkommentar zu diesem Hauskonzert gelesen werden!

Die Einladung steht tagtäglich und richtet besonders an die dermaßen einfühlenden Verantwortlichen im Stadtrat sowie an alle artigen in den Amtsstuben Diensttuenden einschließlich dem Stadtvorstand unserer Stadt!

Wir, in der Avelsbacher Straße, sind für euch da - auch wenn ihr nicht permanent die Straße hoch und runter fahrt.

LG an alle politischen Großschwätzer und Kleinredner in dieser Stadt und anderswo, überall.
Bleibt Zuhause, wir unterhalten Euch!
(19.04.20)

Neuauflage des politischen Romans "Hinterzimmerei" von Vera Luchten.
Zu Ostern ist die 2. Aufl. des politischen Romans von Vera Luchten nach einer Erzählung von Jakob Walravens op gen Beek als E-Book bei neobook erschienen. Die 2. Aufl. erscheint acht Jahre nach der Erstveröffentlichung des Romas in einem Leipziger Verlag. Da die Auflage relativ schnell vergriffen war, so dass der Roman mehrere Jahre nicht verfügbar war, ist die nun erfolgte 2. Auflage ein großer Fortschritt für alle frei denkenen Bürger/innen, die an den Machenschaften der Realpolitk nicht verzweifeln wollen und es deshalb nach wie vor mit Karl Marx' 11. Feuerbachthese halten.
(18.04.20)

DAS ROTE TUCH und DAS GELBE VOM EI
Solange der Kommunismus nicht verwirklicht ist, wird die Seite DAS ROTE TUCH heißen. Erst danach wird sie DAS GELBE VOM EI heißen können. Dan aber fliegen die Korken!
(18.04.20)

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Von hier ab nach oben beginnen die Seiten 20 "DAS ROTE TUCH" 20
(20.03.20)

Wegen Platzmangel an neuen Buttons musste diese Lösung gewählt werden.

Aus dem Archiv freigeschaltet (Sept. 2011; Nov. 2013):

Krisengespräch in Mainz  "Alle seien sich jedoch einig, dass Ausschlussverfahren nicht zum Erreichen politischer Ziele missbraucht werden dürften", das zumindest ist ein Ergebnis, was im Krisengespräch zwischen den Kreisvorsitzenden und des Landesvorstandes über den SWR-Bericht am vergangenen Samstag vermittelt wurde. Worum es noch ging,erfahren Sie hier. (24.8.2010)

Neue LINKE braucht die Stadt!  Auf der Bundesseite wirbt DIE LINKE mit folgenden Sätzen um neue Mitglieder : "Ein Kreisverband bzw. ein Ortsverband ist lebendig und aktiv, wenn so viele Mitglieder wie möglich sich an der Gestaltung der Aufgaben und Vorhaben beteiligen. [...] Wenn aber die Mitglieder wegbleiben, die Versammlungen immer kleiner werden und zu den Aktionen immer nur der gleiche kleine Kreis kommt, dann ist es Zeit, die Organisation auf den Prüfstand zu stellen und neue Wege zu suchen." Tragen Sie zur Pluralität im KV Trier-Saarburg bei! Online-Beitrittserklärungen zur Partei DIE LINKE.Trier-Saarburg sind z.Zt. nur auf der Landesseite http://www.die-linke-rlp.de/?id=51 möglich. (7. August 2010) 

Politische Lösungen sind gefragt  Am Freitag, den 6. August lud der Regionalverband Eifel-Mosel zu einer Diskussion mit dem zurückgetretenen Landesvorsitzenden Alexander Ulrich (MdB) ein, gegen den bereits im Juli ein Parteiauschlussverfahren eingeleitet wurde. Die gut besuchte Veranstaltung fand in Wittlich statt. Am 2. August 2010 erläuterte Alexander Ulrich seine Einschätzung der politischen Lage der Landespartei in einer Stellungnahme mit ausdrücklicher Bitte um Verbreitung: Stellungnahme vom 2. August 2010. Auf seiner Homepage findet sich eine Pressemitteilung zu seinen Parteiausschlussanträgen: Pressemitteilung vom 26. Juli 2010   (7. August 2010)

Antrag auf Parteiausschlussverfahren  Am 28. Juli 2010 wurde mir von der Landesschiedsstelle mitgeteilt, dass vier Genossinnen und Genossen aus dem KV Trier-Saarburg ein Parteiausschlussverfahren gegen mich beantragt haben, was heute presseöffentlich wurde. Zu dem Verfahren werde ich mich inhaltlich nicht äußern. Es ist vor dem Hintergrund der Glaubwürdigkeitsdebatte linker Politikkultur selbstredend, dass ein Parteiauschluss keine Lösung für politische Meinungsunterschiede darstellen kann. Dies gilt im besonderen Maße für politische Lage in Trier. Mittlerweile haben mich schon parteiintern zahlreiche Solidaritätsbekundungen aus anderen Kreisverbänden erreicht, was mich sehr erfreut und worüber ich mich an dieser Stelle bedanken möchte. (29. Juli 2010)

Worüber nicht mehr geschwiegen werden darf  Seit Anfang des Jahres 2010 sind einige Einbrüche, Diebstähle, Sachbeschädigungen und mutwillige Zerstörungen sowie ehrverletzende Beschimpfungen und üble Beleidigungen gegen mich gerichtet worden. Darüber habe ich mich ein halbes Jahr nicht geäußert. [weiter] (28. Juli 2010)

Zur Internetpräsenz linker Politik im Rat    Am 13. Juli 2010 schreibt Marcus Stoelb in einem Artikel über die Internetpräsenz von Kommunalpolitkern folgenden Satz über mich: Weil Linken-Stadtratsmitglied Dr. Johannes Verbeek seinen Genossen nicht mehr über den Weg traut, hat auch er sich zwischenzeitlich einen eigenen Internetauftritt zugelegt ... [weiter] (19. Juli 2010)

Gesprächsbereitschaft muss sich zeigen, sie kann nicht nur ausgesprochen werden. Vor dem Hintergrund der Aussage von Katrin Werner im Trierischen Volksfreund vom 13. Juli 2010, sie sei gesprächsbereit, habe ich ihr ein drittes Gesprächsangebot zur Überwindung der Kooperationsprobleme unterbreitet. [weiter zum Brief] (18.7.2010)

Chance einer Berlinfahrt verpasst!    Anfang Juni wurde ein Gesprächstermin mit MdB Ulrich Maurer als Aufbaubeauftragter West vereinbart, der in der Konfliktsituation in Trier vermitteln sollte. Das Treffen in Ludwigshafen sollte allerdings nur eine Stunde dauern. [korrigierte Version vom 30.7.2010] (11.7.2010)

Wenn 11 von 13 Personen sich selbst zum KV Trier-Saarburg wählen   Auf die Anfrage eines Pressevertreters, weshalb die Medien nicht zur KV-Wahl eingeladen worden waren, habe ich eine persönliche Stellungnahme zur KV-Wahl am 3. Juli 2010 verfasst. [weiter] (11. 7.2010)

"Trier" in Kaiserslautern: Bei der Wahl der Landesliste für die Landtagswahl 2011 in Kaiserslautern sind überraschend Personen nicht gewählt worden, die programmatisch für die Linken gearbeitet haben. Lesen Sie hierzu die Stellungnahme von Frank Eschrich zu einem Interview der Landesvorsitzenden Kathrin Senger-Schäfer in "Neues Deutschland" [weiter] (11.7.2010)

Bewerbungen für KV-Vorstand: Da ich keinen Einfluss auf die Terminwahl der KV-Wahl haben konnte, fiel diese in einen wohl nur einwöchigen, aber langfristig gebuchten Familienurlaub. Dem KV lagen am 3. Juli zwei schriftliche Bewerbungen vor: Die von mir, Johannes Verbeek, und die meiner Frau, Veronika Verbeek. (11.7.2010)

Im Konflikt linksautoritär    Wenn über die politischen Konflikte in Trier um die Neubildung der von Katrin Werner (MdB) am Weltfrauentag aufgekündigte Fraktion diskutiert wird, positionieren sich sporadisch Parteiinterne mit bestimmten Vorannahmen über die Bewältigung von Konflikten, die in diesem Artikel als Strategie enthüllt werden sollen. [weiter] (26. 6.2010)

"Trier" in Ludwigshafen: Am 22. Juni 2010 kündigte der linke Stadtrat Liborio Cicaarello die zweiköpfige Fraktion im Ludwigshafener Stadtrat auf. Als Gründe hierfür nannte er alle hier in Trier auch bekannten Strategien von politischem Mobbing: Kommunikaktionsverweigerung, systematische Blockade seiner politischen Positionen, Misstrauenvoten als Machtmittel des KV, mit zweierlei Maß messen, Nicht-Einhalten von Vereinbarungen, obwohl diese durch den Landesvorstand vermittelt wurden. Hier lesen Sie die Persönliche Erklärung von Cicarello sowie einen Beitrag in der Lokalpresse aus Ludwigshafen. (24. 6.2010)

Wie steht‘s mit der Inklusion, wenn’s um Mitglieder geht?   In der Präambel der Bundessatzung der Partei DIE LINKE steht am Ende der tolerante Satz:  „Die neue Linke ist plural und offen für jede und jeden, die oder der gleiche Ziele mit demokratischen Mitteln erreichen will.“ [weiter](30.5.2010)

Kommentar zum Artikel in 16vor vom 12. Mai 2010   Ich habe bereits in meiner Presserklärung zum Rücktritt als KV-Vorsitzender vom 11. Mai 2010 geäußert, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Fraktion von Frau Werner nicht erfüllt werden: Koorperation, Anwesenheit, Kommunikation und Verlässlichkeit. Eine nun plötzliche Anwesenheit in Trier auf Kosten des Wählerauftrags als Bundestagsabgeordnete in Berlin reicht allein nicht. [weiter]

Folgende Gedanken aus meiner Rede zur Konstituierenden Sitzung des Stadtrates der Stadt Trier im August 2009 haben für mich leider wieder Aktualität:
Es gibt […] Situationen, in denen man sich nicht klein reden lassen darf! Ganz im Gegenteil: Es gilt hier, die persönliche Integrität nicht nur zu wahren – so als hätte man sie zu Besitz – sondern allererst für sich zu erlangen. Dazu gehört auch der Wille, die Öffentlichkeit als demokratischen Faktor aufzuklären, besonders wenn es um maßgebliche „gesellschaftliche Verantwortung“ geht, die nur im für jedermann zugänglichen, öffentlich Raum wahrgenommen werden kann. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an Kant, der meint, dass es überhaupt keine geheimen Absprachen geben dürfe, weil sonst die öffentliche Sphäre durch ein vermeintliches Recht auf Lüge ausgehöhlt werden könne. So genannte „Geheimnisse“ sind dann demokratisch nicht kontrollierbar. Darum beuge ich mich auch keinem Zwang, der mir auferlegen möchte, wie ich zu denken und zu handeln habe, bzw. was ich sagen darf – oder eben nicht. (12.05.2010)

Rücktritt vom Amt des KV-Vorsitzenden Trier-Saarburg    Hiermit erkläre ich mit sofortiger Wirkung am 11. Mai 2010 meinen Rücktritt vom Amt des KV-Vorsitzenden der Partei DIE LINKE Trier-Saarburg. Dies ist meine Konsequenz aus den unüberwindbaren Konflikten mit meiner Mitvorsitzenden Katrin Werner. Es handelt sich um einen Beitrag meinerseits zur Deeskalation der Konflikte und zu einem partiellen Neuanfang im KV Trier-Saarburg. [weiter]

Ehrenamtlicher Richter  Vor einigen Monaten wurde die Linksfraktion von der Verwaltung aufgerufen, einen ehrenamtlichen Verwaltungsrichter zu benennen, dessen Amtszeit 2011 beginnt. Die Linke hat mit Dr. Karl-Georg Schroll einen kompetenten und erfahrenen Genossen benannt, der zudem auch noch die formalen Anforderungen der Verwaltung an dieses Amt erfüllt. (1.5. 2010)

Irritationen im Schulträgerausschuss  Obwohl Konstatin Kanty medienwirksam aus der Partei Die Linke ausgetreten ist und sich per schriftlicher Erklärung von den politischen Zielen der Partei distanziert hat, sitzt er selbstverständlich am 21. April für die Linke im Schulträgerausschuss, anstatt seinem Nachfolger Marc-Bernhard Gleißner den Sitz zu übertragen. Dies ist völlig widersprüchlich und aus meiner Sicht inakzeptabel. [weiter](24.4.2010)

Der Arbeitskreis Linke-Stadt-Trier hat sich am 12. April um 18.00h im Postillion in Trier-Nord zum ersten Mal getroffen.  Vereinbart sind wöchentliche und für Interessierte öffentliche Arbeitssitzungen, um das tagespolitische Geschehen in Trier zu diskutieren und das kommunalpolitischen Programm weiter zu entwickeln. Möglichst zeitnah wird eine eigene Homepage eingerichtet, die erlaubt, die Ergebnisse des Arbeitskreises öffentlich zu kommunizieren. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Wenn Sie mitarbeiten wollen, melden sich bitte über das Kontaktformular. (18.4.2010)

Trierischer Volksfreund überschreitet ethische Grenzen: Am 10. April berichtete der TV über die zunehmende Unterstützung einer an Inhalten ausgerichteten Kommunalpolitik, die ich seit Beginn meines lokalpolitischen Engagements vertrete. Leider veröffentlichte der TV in diesem Zusammenhang auch die neuen Mitgliedschaften einiger Personen, die entweder darüber nicht informiert waren oder sogar mehrfach darum gebeten hatten, dass sie ihre Namen nicht im TV lesen möchten. Hier wurden Persönlichkeitsrechte seitens des TV verletzt, weil Mitgliedschaften in politischen Parteien strengen Datenschutz-bestimmungen unterliegen. Die Information über neue Mitglieder muss dem Trierischen Volksfreund zugetragen worden sein. Ich selbst  kommentiere Anfragen seitens des TV nicht mehr, es sei denn, es werden sachpolitische Statements erwartet. Der im TV aufgegriffene und seit März vorliegende Einspruch gegen den Antrag einer Mitgliedschaft meiner Frau ist für Informierte natürlich nur als hilflose Agitation zu verstehen, um indirekt meine kommunalpolitische Arbeit zu schwächen. (18.4.2010)

Parteiaustritt von Konstantin Kanty: Anfang April trat Konstantin Kanty aus der Partei Die Linke aus. Damit sind alle seine Ämter im Ortsverband, Kreisverband und seine Vertretung der Linken im Schulträgerausschuss vakant. Wieder einmal nimmt jemand seine Arbeit und den Wählerauftrag nicht ernst. Völlig absurd sind seine Anschuldigungen, mich dafür verantwortlich zu machen, "dass weder Orts-, noch Kreisverband der Partei derzeit im Stande sind, ein angemessenes lokalpolitisches Profil zu entwickeln." Natürlich muss nicht ich die Verantwortung dafür übernehmen, dass andere keine kommunalpolitischen Beiträge leisten. Der Trierische Volksfreund hat Kantys Behauptungen leider erneut unkritisch übernommen. Mit dem Parteiaustritt von Kanty ist der Weg frei für eine kompetente Bildungs- und Schulpolitik, einen Bereich, den er unbedingt für die Fraktion übernehmen wollte, aber nicht inhaltlich gestalten konnte. Seine Nachrückerin auf dem Listenplatz für den Stadtrat ist Linde Andersen. (6.4.2010)

Fraktionsaustritt  von Katrin Werner (MdB): Am 8. März 2010 trat Katrin Werner aus der gemeinsamen Linksfraktion im Stadtrat Trier aus, sodass ich seitdem als fraktionsloses Mitglied im Stadtrat die Interessen der Wählerinnen und Wählern vertrete. Bislang hat mir Katrin Werner keine Gründe für den Fraktionsaustritt mitgeteilt. Von ihrer Entscheidung habe ich über die Presse erfahren! Ich weiß auch nicht, weshalb Katrin Werner nun - entgegen der öffentlich so wahrgenomenen Empfehlung des Landesvorstandes, ihr Mandat zurückzugeben - wieder in eine Fraktion eintreten will. Durch die nicht an der Sache orientierte Presseberichterstattung fühle ich mich mittlerweile in meinem Ansehen geschädigt. Meine Absicht, linke Politik in Trier glaubwürdig voranzutreiben, so missverstanden zu wissen, hat mich gekränkt.

Es wird sich zeigen, inwiefern es Katrin Werner gelingen kann, dem Wählerauftrag an ein Stadtratsmandat in Trier nachzukommen und nun regelmäßig an Fraktionssitzungen, Ausschüssen und Ratssitzungen teilzunehmen. Dies ist - nach den negativen Auswirkungen ihrer Entscheidung - eine Voraussetzung für eine glaubwürdig vermittelte Fraktionsneubildung mit ihr. Die Option, ihr Mandat an einen Nachrücker auf dem Listenplatz abzugeben, steht Katrin Werner nach wie vor jederzeit offen.

Durch den überraschenden Fraktionsaustritt Anfang März haben wir Sitze in ca. 22 Gremien, Ausschüssen und Arbeitskreisen sowie zwei Aufsichtsratssitze verloren. Wir haben kein Fraktionsbüro im Rathaus mehr, können nicht mehr unsere politische Meinung wöchentlich in der Rathaus-Zeitung publizieren und mussten unser gesamtes Fraktionsbudget von 11 000 Euro zurück überweisen. Die repräsentativen Aufgaben fallen weg, was die Wahrnehmung der Linken im Stadtrat massiv einschränkt. (27.3.2010)